среда, 3 декабря 2014 г.

Tomaten

                                             Vielfalt der Tomaten

Tomaten kommen ursprünglich aus Südamerika, genauer gesagt, aus den Anden. Sie gelangten immer weiter in Richtung Norden, je weiter die Einwohner dort diese Richtung einschlugen. Ursprünglich waren die Früchte der Tomatenpflanzen nur etwa so groß wie Kirschen, doch schon die Mayas und die Azteken züchteten größere Früchte, indem sie Mutationen weiterentwickelten. Im Jahr 1498 brachte dann Kolumbus die ersten Tomaten nach Europa. Die ersten Früchte hatten noch eine gelbe Schale – sie wollte
aber kaum jemand probieren, weil alle Angst hatten, sich zu vergiften. Man hielt die Frucht zudem für einen Auslöser des Liebeswahns. Im 16. Jahrhundert begannen dann die Italiener mit der Kultivierung der Tomatenpflanzen. Von hier aus trat die Frucht ihren Siegeszug in Richtung Nordeuropa an. Allerdings wurde der erwerbsmäßige Anbau der Tomate in Deutschland erst 1890 begonnen. Heute sieht die Sache etwas anders aus: Wenn es um die verzehrte Menge an Gemüse in Deutschland geht, belegt die Tomatenpflanze den ersten Platz, und das, obwohl die meisten Tomaten nach Deutschland importiert werden.

Tomatenpflanzen – Botanischer Exkurs

Wunderschöne Tomatenpflanzen
Der lateinische Name der Tomaten lautet Lycopersicon esculentum, was soviel heißt wie essbarer Wolfspfirsich. Der Name, den die Azteken der Tomate gaben, erst xictomatl, dann tomatl, bedeutete soviel wie “anschwellen”. In Europa wurde die Tomate zuerst als Liebesapfel oder Paradiesapfel bezeichnet. Von Natur aus sind Tomaten mehrjährige Pflanzen, sie werden aber stets einjährig kultiviert. Die Tomatenpflanze ist leicht behaart und verströmt
einen bestimmten, leicht strengen Geruch. Dieser wird von den Drüsenhaaren abgesondert. Hätten Sie gedacht, das eine Tomatenpflanze bis zu zwei Meter hoch werden kann? Das ist natürlich von der Sorte abhängig, und davon, ob die Pflanze hochgebunden wird oder nicht. Die Blätter sind unterbrochen gefiedert und in so genannten Wickeln angeordnet. Die Blüten bei einer Tomatenpflanze sind gelb und besitzen fünf Zipfel. Die Früchte, die eigentlichen Tomaten, sind streng genommen Beeren. Im Inneren sind diese Beeren gefächert und enthalten Samen. Die Tomatensamen sind von einem gallertartigen Gewebe umgeben und ölhaltig.
Bei Erreichen eines bestimmten Reifegrades färben sich Tomaten meistens rot, es gibt aber auch andere Sorten, zum Beispiel die gelben Tomaten. Der Grund für die Verfärbung liegt darin, dass das in den Tomaten enthaltene Chlorophyll abgebaut und dafür Lycopin gebildet wird, ein rotes Carotinoid.



Rezept

Mohn-Baiser-Kuchen mit Kirschen

Zutaten:

etwas + 125 g weiche Butter
4 Eier (Gr. M)
100 g + 125 g + 150 g Zucker
1 Packung (250 g) backfertige Mohnfüllung
200 g Mehl
2 TL Backpulver
5 EL Milch
600 g Sauerkirschen
1 TL Speisestärke
1 EL Zitronensaft
Salz
4 EL Kirschkonfitüre
6 Blatt weiße Gelatine
250 g Schlagsahne
750 g Magerquark
abgeriebene Schale von 1 Bio-Zitrone

Zubereitung:

Ofen vorheizen (E-Herd: 175 °C/Umluft: 150 °C/Gas: s. Hersteller). Eine Springform (26 cm Ø) gut fetten. Für den Boden 3 Eier trennen. Eiweiß kalt stellen. 125 g Butter und 100 g Zucker mit den Schneebesen des Rührgeräts cremig rühren. Eigelb und 1 Ei einzeln unterrühren. Mohnmasse ebenfalls unterrühren. Mehl und Backpulver mischen und abwechselnd mit der Milch kurz unterrühren. Teig in die Form füllen und glatt streichen. Im heißen Ofen ca. 30 Minuten backen. nzwischen Kirschen waschen, abtropfen lassen, entstielen und entsteinen. Für das Baiser 125 g Zucker und Stärke mischen. Eiweiß mit Zitronensaft und 1 Prise Salz steif schlagen, dabei Zuckermischung einrieseln lassen. Kirschkonfitüre glatt rühren. Hälfte Konfitüre und 1⁄4 Kirschen mischen und locker unter die Baisermasse heben. Kuchen aus dem Ofen nehmen. Temperatur herunterschalten (E-Herd: 150 °C/Umluft: 125 °C/Gas: s. Hersteller). Baisermasse auf den Kuchen streichen. Im Ofen 10–15 Minuten weiterbacken. Herausnehmen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen. Kuchen aus der Form lösen und den Boden einmal waagerecht halbieren. Um den unteren Boden einen Tortenring oder den Springformrand legen.  Gelatine in kaltem Wasser ca. 5 Minuten einweichen. Rest Konfitüre und übrige Kirschen mischen. Sahne steif schlagen. Quark, 150 g Zucker und Zitronenschale verrühren. Gelatine ausdrücken und in einem kleinen Topf bei schwacher Hitze vorsichtig auflösen. 3–4 EL Quarkcreme nach und nach unter­rühren, dann alles unter die restliche Creme rühren. Sahne unterheben. Kirschen nur kurz unter die Quarkcreme heben. Creme auf den Boden geben und glatt streichen. Oberen ­Boden darauflegen. Mindestens 3 Stunden kalt stellen. Torte aus dem Ring lösen.

                                                       Guten Appetit!

Outer space

JAXA Set To Launch Hayabusa 2 In 2014

The Japan Aerospace Exploration Agency’s (JAXA) next asteroid exploring spacecraft, Hayabusa 2, will be launching in 2014 on a mission to bring back sand from an asteroid. Hayabusa 2 will travel through space for four years before arriving at asteroid 1999 JU3, and will not be returning to Earth until 2020. Once the spacecraft reaches its target, it will fire off fingertip-sized bullets into the surface of the asteroid at about 1,000 feet per second and collect the shrapnel from the blast. The
spacecraft will come down to the crater and collect samples from the asteroids that have not been exposed to space weathering and solar radiation. Asteroid 1999 JU3s distance from the Sun means it will be a better environment for preserving water and amino acids, making it a promising candidate in looking for signs of life outside of Earth. The re-entry capsule on Hayabusa 2 will be detached from the main body to return to Earth while protecting sample sands from the asteroid from high heat at the time of reentry into Earth’s atmosphere. The capsule will be the last important role in the mission in carrying the samples back to Earth.
Hayabusa 2 is the successor to the original Hayabusa, which returned to Earth with an asteroid sample in 2010. Hayabusa left the near-Earth asteroid Itokawa in 2010 after traveling for about 1.25 billion miles since its launch in 2003. It was the first space mission to have made physical contact with an asteroid and return to Earth. JAXA’s 950-pound spacecraft succeeded in returning over 1,500 grains of dust from the asteroid when it landed in the Australian outback in June, 2010. Since then, numerous studies have been performed as a result of the payload Hayabusa returned. Last year, Japanese researchers
found tiny particles of space dust are what help give an asteroid its shape. “Our analysis is the initial analysis only, using five tiny particles,” Eizo Nakamura, who worked on the study with colleagues at Okayama University in Tsushimanaka, Japan, said in a statement. “There remain thousands of particles preserved [by] JAXA, so further analyses following our methodology will enable better understanding of space environments on small asteroids.” Hayabusa 2 will be able to offer even more insights into asteroids, and open up scientists’ eyes a little wider for how these space rocks come to be.

вторник, 2 декабря 2014 г.

Papst und Patriarch

Papst und Patriarch 

Muslime und Christen 

für Frieden

Papst Franziskus und der orthodoxe Patriarch Bartholomäus wollen gemeinsam mit Vertretern des Islam gegen Kriege und Konflikte in der Welt vorgehen.
Muslime und Christen seien aufgerufen, gemeinsam für Gerechtigkeit, Frieden, Respekt und die Würde und Rechte jedes Menschen einzutreten, heißt es in einer Erklärung, die beide Kirchenführer nach der gemeinsamen Feier des orthodoxen Andreasfests am Sonntag in Istanbul unterzeichneten. «Wir können uns nicht abfinden mit einem Nahen Osten ohne die Christen, die dort den Namen Jesu zweitausend Jahre lang bekannt haben», heißt es in der gemeinsamen Erklärung des Papstes und des Patriarchen, der Ehrenvorsitzender von weltweit 300 Millionen Orthodoxen ist. «Die schreckliche Situation der Christen und aller, die im Nahen Osten leiden, verlangt nicht nur ein ständiges Gebet, sondern auch eine geeignete Reaktion der internationalen Gemeinschaft.» Gerade wegen der schlimmen Situation in der Welt sei es wichtig, «einen konstruktiven Dialog mit dem Islam, der auf gegenseitiger Achtung und Freundschaft gründet», zu fördern. Im Nahen Osten lebten Christen über Jahrhunderte Tür an Tür mit Muslimen. Inzwischen hat die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) viele Kirchen zerstört. Christen, die nicht zum Islam konvertieren, droht die Todesstrafe. Ausdrücklich erwähnen die Kirchenführer auch das Leid der Menschen in der Ostukraine. Zugleich bekräftigen beide den Willen zur Überwindung der seit fast 1000 Jahren andauernden Spaltung zwischen morgenländischer und abendländischer Kirche.Am Samstag hatte der Papst erstmals eine Moschee besucht und dort mit Mufti Rahmi Yaran gebetet. Franziskus ist nach seinen Vorgängern Johannes Paul II. und Benedikt XVI. der dritte Papst, der ein islamisches Gotteshaus besucht. Die blaue Moschee ist eine Attraktion in Istanbul und hat sechs statt der üblichen vier Minarette. Danach besuchte der 77-Jährige das Museum Hagia Sophia, das lange Zeit eine Kirche und später eine Moschee war. Auch mit einem jüdischen Kirchenführer, dem türkischen Großrabbiner Ishak Haleva, traf er zusammen. Bei einem emotionalen Treffen mit jungen Flüchtlingen aus Kriegsgebieten wie Syrien und dem Irak mahnte der Papst, den Mut nicht zu verlieren und weiter auf eine bessere Zukunft zu hoffen. «Die erniedrigenden Bedingungen, unter denen viele Flüchtlinge leben müssen, sind untragbar», beklagte er. Allein die Türkei hat rund 1,6 Millionen Flüchtlinge aus Syrien aufgenommen. Der Papst appellierte an die internationale Gemeinschaft, gemeinsam verstärkt gegen die Ursachen von Flucht und Vertreibung vorzugehen. «Ich rufe dringend zu einer größeren internationalen Übereinstimmung auf zu dem Zweck, die Konflikte zu lösen, die eure Herkunftsländer mit Blut beflecken, den anderen Ursachen entgegenzuwirken, die die Menschen dazu drängen, ihre Heimat zu verlassen, und die Bedingungen zu fördern, die ihnen ermöglichen, zu bleiben oder zurückzukehren.» Die Begegnung in der Heilig-Geist-Kathedrale in Istanbul dauerte etwa eine halbe Stunde. Die rund 100 Flüchtlinge aus dem Irak, Syrien und anderen Krisengebieten sangen ein Lied für Franziskus, eine junge Frau schilderte dem Kirchenoberhaupt die Lage verfolgter Christen im Irak. Unter den Jugendlichen waren auch Muslime.

Rezept

Leckerer Fischsalat

Zutaten:

1 EL - Butter
500 gr. - Seelachs Filet
125 ml - Wasser
5 mittelgross - Eier hartgekocht
1 - Gewürzgurken
1 EL - Kapern
1 - Rote Bete gekocht
30 ml - Mayonnaise
30 gr. - Saure Sahne
2 TL - Zitrone Fruchtsaft
1 TL - Senf
Muskatnuss
Salz
Pfeffer

Zubereitung:

Butter in einer Pfanne bei mittlerer Hitze zerlassen, Fischfilets zugeben und kurz anbraten. Wasser zu dem Fisch geben und bei schwacher Hitze ca. 8 - 10 Min. ziehen lassen, bis der Fisch gar ist. Aus der Pfanne nehmen, abtrapfen und etwas abkühlen lassen. Dressing: Alle Zutaten in einer Schüssel verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Fischfilets in 2,5 cm große Würfel schneiden und in die Schüssel geben. Eier in schneiben schneiden, Gurken in kleinere Würfel schneiden( je nach Geschmack), Kapern ( kann man auch weg lassen) und Dressing zufügen und 30 Minuten ziehen lassen. Ciabatta passt sehr gut dazu.

                                                     Guten Appetit!

понедельник, 1 декабря 2014 г.

Kanada

Kanada (Geschichte)

Frühgeschichte

Die ersten Bewohner Kanadas wanderten vor rund 30 000 Jahren über eine in der damaligen Eiszeit bestehende Landbrücke zwischen Sibirien und Alaska ein. Es ist daher zu vermuten, dass sowohl die Indianer als auch die Eskimos asiatische Vorfahren haben. In der Zeit vor der europäischen Besiedlung lebten zahlreiche Indianerstämme im Land, die in zwölf Sprachgruppen unterteilt werden können. Insbesondere die Irokesenstämme hatten bei Ankunft der Europäer mit einer irokesischen Föderation bereits ein größere politische Einheit gebildet.

Europäische Besiedlung

Die ersten europäischen Besucher waren norwegische Seeleute, die über Britannien, Irland, Island und Grönland Neufundland erreichten und Ende des 10. Jahrhunderts n.Chr. kurzweilig Ansiedlungen an dessen nördlicher Spitze errichteten und Handel mit den dort lebenden Eskimos trieben. Die Stützpunkte wurden jedoch
bald wieder aufgegeben und es dauerte bis 1497, bis der italienische Navigator Caboto (engl.: John Cabot) im Auftrag des englischen Königs nach einem kürzeren Weg nach Asien suchte und über die Nordwestpassage nach Neufundland und wahrscheinlich auch nach Neuschottland kam. Reiche Fischgründe im nordwestlichen Atlantik ließen in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts sowohl französische als auch englische Fischer in Neufundland kleine Stützpunkte aufbauen und den ersten Tauschhandel (Fell gegen Eisen) mit den dort lebenden Indianern entstehen. 1534 erforschte der Franzose Cartier erstmals den Sankt-Lorenz-Strom und erhob im Namen Frankreichs Anspruch auf die Region. Die erhofften Bodenschätze waren aber nicht zu finden und das französische Interesse an der Region erlosch für Jahrzehnte, bis 1604 Samuel de Champlain eine Gruppe Siedler zuerst nach Acadia im heutigen Maine und dann im Jahr 1605 nach Port Royal in
Neuschottland führte und den Ort als Handelsposten und Besiedlungszentrum gründete. 1608 ließen sich Champlain und die Siedler "an der Stelle, wo der Fluss sich verengt", in Quebec, nieder und errichteten ein Fort, von dem aus sie den Pelzhandel mit den Indianern organisierten. 1663 übernahm die französische Krone die Verwaltung der Kolonie und es entstanden eine ganze Reihe von Forts vom Sankt-Lorenz-Strom bis an die Großen Seen und in das Mississippi-Gebiet hinein. Schon in den Jahrzehnten zuvor hatte sich eine Zusammenarbeit mit dem Indianerstamm der Huronen entwickelt, die - obgleich selbst Irokesen - der Irokesischen Föderation feindlich gegenüber standen. So waren die heftigen Kämpfe der
französischen Siedler gegen die englischen Kolonien verbunden mit den Kämpfen zwischen Huronen auf französischer und Irokesen auf englischer Seite. Ihren Höhepunkt erreichten die Auseinandersetzungen der Kolonialmächte um Kanada im Siebenjährigen Krieg, nach dessen Niederlage Frankreich im Frieden von Paris 1763 das östliche Kanada an Großbritannien verlor. England gewährte jedoch den Frankokanadiern in Quebec Religionsfreiheit, um sich so deren Neutralität im Konflikt mit den nach Unabhängigkeit strebenden Siedlern in den alten Kolonien zu versichern. Nach der Loslösung der USA vom Mutterland wanderten etwa 40 000 amerikanische Loyalisten in die kanadischen Regionen nördlich der Großen Seen aus. 1784 wurden die Grenzen zwischen dem britischen
Kanada und den Vereinigten Staaten in Versailles festgeschrieben und kurz darauf eine kanadische Legislative eingeführt, die den ersten Schritt hin zur kanadischen Autonomie bedeutete.

18. und 19. Jahrhundert

1791 teilten die Briten Kanada in die Provinzen Ober- und Unterkanada auf. Die Auseinandersetzungen um den lukrativen Pelzhandel verstärkten sich. Britische Soldaten versorgten indianische Stämme mit Waffen, um das Vorrücken der US-amerikanischen Siedler gegen Norden zu erschweren. Der Konflikt gipfelte 1812 im Versuch der USA, die kanadischen Besitzungen Britanniens zu erobern, was von britischen Truppen verhindert wurde. Nicht verhindert werden konnten politische Unruhen in beiden kanadischen Provinzen, die sich gegen die herrschenden Oligarchien wendeten. Reformorientierte Kräfte versuchten, deren Macht zu brechen. 1837 brachen bewaffnete Revolten aus, die jedoch von regierungstreuen Truppen niedergeschlagen wurden. Die Rebellionen hatten jedoch die Notwendigkeit von Reformen auch im britischen Mutterland deutlich gemacht und 1840 vereinigten sie die beiden Teile zu einer Provinz mit einer parlamentarischen Regierung. 1846 wurden die letzten britischen Steuern abgeschafft und eine Zeit wirtschaftlichen Aufschwungs verbunden mit einem starken Expansionsdrang nach Westen
begann. 1867 schlossen sich Ontario (das ehemalige Oberkanada), Quebec (Unterkanada), Neuschottland und Neubraunschweig (New Brunswick) zu einem Bundesstaat namens Dominion of Canada zusammen, der Constitution Act gilt als erste Verfassung Kanadas. In Folge wurden der Hudson's Bay Company die Provinzen Manitoba, Alberta und Saskatchewan abgekauft. 1871 schloss sich British Columbia und 1873 die Prince Edward Island dem entstandenen Dominion an. Mit der Fertigstellung der ersten transkontinentalen Eisenbahnverbindung im Jahr 1885 war eine schnelle Verbindung zwischen Atlantik und Pazifik hergestellt, die einerseits die Expansion in den Westen beschleunigte, andererseits die innere Integrität des neuen Staates sicherte. 1896 wurde in einem kleinen Nebenfluss des Klondike River Gold gefunden und in den folgenden Jahren strömten Abenteurer und Schatzsucher vornehmlich aus den USA in die
Region im Nordwesten. So groß auch die öffentliche Aufmerksamkeit für dieses Ereignis war, wichtiger für die langfristige Entwicklung des Staates waren die vielfachen Rohstoffe, die in verschiedenen Landesteilen bis in die 30er Jahre des 20. Jahrhunderts gefunden wurden. Dadurch wurde Kanada zu einem der führenden Exportländer von Rohstoffen.

20. Jahrhundert

Nach dem Ersten Weltkrieg, an dem
kanadische Soldaten auf Seiten der Briten teilnahmen, begann im Land eine Entwicklung, die auf außenpolitische Neutralität baute, um so die vorhandenen Konflikte zwischen französisch- und englischsprachigem Bevölkerungsteil einzudämmen. 1931 wurde nach dem Statut von Westminster Kanada unabhängig. Wenige Jahre später änderte das Land seine außenpolitische Zurückhaltung und trat auf Seiten der Alliierten in den Zweiten Weltkrieg ein. Ab 1943 nahm es mit eigenen Soldaten an den Gefechten in Europa teil. 1945 und 1948 gehörte das Land zu den Gründungsmitglied der UNO und der NATO. 1949 wurde Neufundland Kanadas zehnte
Provinz. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs begann eine Phase des wirtschaftlichen Wohlstands, die bis in die 60er Jahre anhielt. Arbeitslosigkeit und starke regionale Unterschiede ließen jedoch ab den 60er Jahren separatistische Strömungen laut werden. Parteien wie die Parti Républicain du Québec (PQ) wurden gegründet, die einen Austritt der Provinz forderten. Politisch löste sich Kanada nach 1945 zunehmend von Großbritannien und schloss sich eng an die entstandene Weltmacht USA an. Zeichen dafür waren die Mitgliedschaft am North American Air
Defense Command 1957, die einen sowjetischen Nuklearschlag abwehren sollte, und - bereits zuvor - die Teilnahme am Koreakrieg. Parallel dazu entwickelte sich das Land seit Ende der 50er Jahre zu einem wichtigen politischen Fürsprecher und Unterstützer von friedenserhaltenden Maßnahmen der UN.Innenpolitisch wurde in den 70er Jahren die Autonomiebewegung im mehrheitlich von Frankokanadiern bewohnten Quebec zu einer neuerlichen Herausforderung der inneren Einheit des Landes. Die Unabhängigkeitsversuche der von 1976 bis 1985 in Quebec regierenden "Parti Québécois" wurden jedoch von der Bevölkerung 1980 per Plebiszit abgelehnt. 1982 war unter der Präsidentschaft Trudeaus ein neues Verfassungsgesetz für ganz Kanada eingeführt worden, das auch die letzte Abhängigkeit von Großbritannien beseitigte, von der Provinz Quebec aber nicht unterschrieben wurde. B. Mulroney wurde nach dem Wahlsieg der Konservativen 1984
Premierminister und regierte bis 1993. In dieser Zeit wurde ein Freihandelsabkommen mit den USA unterzeichnet, das 1988 nach sehr kontroverser Diskussion in der Bevölkerung in Kraft trat. 1992 folgte der Beitritt zur NAFTA, einem Freihandelsraum der Staaten Mexiko, USA und Kanada. Innenpolitisch initiierte Mulroney im gleichen Jahr ein Referendum zu einer Verfassungsreform, die zum einen die Einheit des Landes - mit Sonderregelungen für Quebec - sichern, zum anderen die Verwaltungskompetenzen der Provinzen erweiterten und die Autonomierechte der Ureinwohner festschreiben sollte. Die Reform wurde abgelehnt und 1993 unterzeichneten die Regierung und Vertreter der Inuit einen gesonderten Vertrag, der diesen 1999 ein eigenes selbstverwaltetes Territorium in den Nordwest-Territorien zusprach. Im Monat nach der Vertragsunterzeichnung folgte Mulroney die erste weibliche Premierministerin,
K. Campbell. Sie musste aber im gleichen Jahr eine schwere Niederlage für die Konservativen verantworten, die der Liberalen Partei unter Premierminister J. Chrétien eine Mehrheit brachte und den separatistischen Bloc Québécois noch vor den Konservativen zur stärksten Oppositionspartei des Landes machte. Die Regierung Chrétien gestaltete den Finanzausgleich zwischen den Provinzen um. 1995 scheiterte ein zweites Referendum zur Loslösung Quebecs nur sehr knapp. 1996 wurde der Provinz per Gesetz ein Sonderstatus zugestanden, der ihr ein Vetorecht in Verfassungsfragen gab. In den zwei folgenden Wahlen 1997 und 2000 gelang es dem regierenden Chrétien, jeweils die absolute Mehrheit zu behaupten. 2006 wurden die Liberalen abgewählt, Premierminister ist seitdem der Konservative Stephen Harper. Im Februar 2010 fanden die 21. Olympischen Winterspiele in Vancouver und Whistler statt.

An den Winter

 An den Winter

Sag Winter, warum grollst du noch,
hauchst uns so eisig an?
Hör unsre Bitte: Troll dich doch,
dass Frühling werden kann!

Dein Winterweiß ist wirklich schön,
wenn d´ Sonne es bestrahlt,
doch wollen wir jetzt Farben sehn,
wie nur der Lenz sie malt.

Er schickt schon seine Boten aus,
schau, hier an hellem Ort
streckt Winterling den Kopf heraus.
Wär nur der Schnee schon fort!

Die Hyazinthe will erblühn,
auch Tulpen und Narzissen.
Der Laubbaum wartet auf sein Grün,
will es nicht länger missen.

Sag Winter, warum grollst du noch,
hauchst uns so eisig an?
Hör unsre Bitte: Troll dich doch,
dass Frühling werden kann!