пятница, 19 декабря 2014 г.

Tulpe und Kaffee - Neues aus dem Orient

Tulpe und Kaffee - Neues aus dem Orient

"Lale" - Eine Blume erobert das Osmanenreich

Die Heimat der Tulpe lag wahrscheinlich in Persien oder im Schwarzmeer-Gebiet. Auch auf dem Balkan schien es eine wild blühende Tulpenart gegeben zu haben. Von dort brachten die Osmanen die Tulpe als Handelsartikel nach Konstantinopel. Die Wildblume wurde domestiziert und gezüchtet und spielte bald eine bedeutende Rolle in der osmanischen Gartenkultur. Die Wohlhabenden kultivierten sie in ihren Gärten. Vor allem in den Gartenanlagen des großherrlichen Hofes betrieb man großen Aufwand mit blühenden Blumen. Bereits Mehmet II. (reg. 1451-1581) ließ um das Topkapi Serail riesige Blumengärten mit Rosen, Hyazinthen, Nelken, Lilien, Narzissen, Veilchen, Levkojen, Krokussen und natürlich Tulpen bepflanzen, die von 900 Gärtnern gepflegt wurden. Der französische Botaniker Pierre Belon, der 1546 in die Türkei reiste, meinte “Kein Volk findet mehr Gefallen am Blumenschmuck oder wüsste ihn mehr zu schätzen als das türkische.“ Seit der Ära Süleymans d. Pr. (reg. 1520-1566) herrschte ein regelrechter Tulpenwahn in Istanbul, so dass sich ein lebhafter Handel mit der begehrten
Blume, für die man astronomische Preise zahlte, entwickelte. Selim II. (reg. 1566-1574) bestellte in einem Jahr 50 000 Tulpenzwiebeln. Einen Höhepunkt ihrer Beliebtheit erreichte die Tulpe in der nach ihr benannten Tulpenzeit 1703-1730 (lale devri), der Regierungszeit Ahmets III. (reg. 1703-1730). In den großherrlichen Gärten, die nachts hell erleuchtet wurden, feierte man Tulpenfeste, und an jedem Tulpenbeet zeigte ein silberner Schriftzug den Namen der Blume an. Die Osmanen kreierten zahlreiche neue Tulpenzüchtungen. Sie bevorzugten einfarbige Blumen mit schmalem länglichen Blütenkopf und sechs nadelartig spitz zulaufenden Blütenblättern. Seit der Zeit Mehmets IV. (reg. 1648-1687) gab es eine offizielle Tulpenliste, in der die teuersten Tulpensorten aufgeführt waren. Die Blumen trugen oft poetische Bezeichnungen z.B. “Die mir das Herz verbrennt, “Glücksstern“, “Licht der Gedanken“ oder “Gesicht der Geliebten“. Auf Wettbewerben wurden - nach dem strengen Kriterienkatalog türkischer Floristen - die besten Züchtungen ausgezeichnet. Die “Aufzeichnungen eines Istanbuler Tulpenzüchters“
aus der Feder von Ali Amiri Efendi Kutuphanesi zählten 1108 Tulpenarten auf, die um die Wende vom 17. zum 18. Jh. in Konstantinopel bekannt waren. Auch in der bildenden Kunst der Osmanen war die Tulpe ein immer wiederkehrendes Motiv. Man fand sie im Dekor von bemalten Handschriften, Textilien oder Keramikfliesen ebenso wie als Ornament auf allerlei Gebrauchsgegenständen bis hin zu Waffen. Die osmanische Bezeichnung für Tulpe - "lale" - leitete sich aus dem persischen "laleh" ab. Las man dies rückwärts, ergab sich das Wort “helal“ - Halbmond. Dieser, als ein wichtiges Symbol des Islam, versinnbildlichte Helligkeit, Glanz, Erleuchtung, aber auch Macht. Zudem setzte sich das Wort "lale/laleh" aus denselben Buchstaben zusammen, wie der Name Allahs: alif, lam und ha. Einige Forscher glauben, dies sei der Grund für das häufige Erscheinen der Tulpe in der osmanischen Kunst und postulieren eine symbolhafte Verwendung des Motivs.

"Tulipa Turcarum" - Wie die Tulpe nach Europa kam

Vor dem 16. Jh. war die Tulpe in Europa unbekannt. Die erste Nachricht stammte von Ogier Ghiselin de Busbecq (1522-1592), dem Gesandten Kaiser Ferdinands I. (reg. 1556-1564) in Konstantinopel. In einem Brief aus dem Jahr 1555 schrieb er von den “tulipa turcarum“ (Tulpen der Türken) und übersetzte auch den Namen der “Blumen nahe Konstantinopels, welche die Türken Tulipan nennen. Tülbend aber ist die türkische Form des persischen Wortes dulband, mit dem das rote Turbantuch bezeichnet wird.“ Tatsächlich hieß die Tulpe, vielleicht wegen ihrer turbanähnlichen Blütenform, im türkischen Volksmund Turbanblume (osman. tülband-lalesi). Busbecq schickte Samen und Zwiebeln der Tulpe nach Europa, u.a. zum Wiener Arzt Petrus Andreas Matthioli (1501-1577), der in seinem berühmten Kräuterbuch die erste Illustration der Tulpe veröffentlichte, aber auch zu Charles de Lécluse (Carolus Clusius) (1526-1607),
der zuerst in Wien, dann in Leiden Hofbotaniker war. Dieser züchtete als erster Tulpen in den Niederlanden, allerdings nur zu wissenschaftlichen Zwecken. Den freien Verkauf der Tulpe verbot er. Nachdem ihm aber einige Exemplare gestohlen wurden, wurde das Gewächs von den Dieben auf den freien Markt gebracht. Kurz darauf gelangten Tulpenzwiebeln auch über die Handelswege nach Europa, zuerst nach Österreich und Italien, dann nach Holland, England und Frankreich. Binnen kürzester Zeit entwickelte sich die Pflanze - anfänglich ein Kuriosum, Forschungs- und Sammelobjekt für Liebhaber und Wissenschaftler - zur allseits beliebten Modeblume. Schnell steigerte sich die Begeisterung zu einem regelrechten Tulpenfieber. Jeder wollte die exotische Blume besitzen. Im 16. Jh. erschien sie als Motiv in der europäischen Malerei, vor allem den zahlreichen Blumenstillleben. Später entstanden Tulpenbücher - Kataloge, in denen einzelne Tulpensorten beschrieben und gemalt waren. Diese “Werbemittel“ priesen den Kaufinteressenten die Ware an. In Europa liebte man - anders als im Osmanischen Reich - Tulpen mit großen, kelch- oder becherförmigen Blüten. Man bevorzugte geflammte, zweifarbige Exemplare, vor allem rot-weiß oder lila-weiß gestreifte oder solche in Rosa-Farbtönen. In den Niederlanden wurde die Tulpenliebhaberei zur Sucht und gipfelte in den 30-40er Jahren des 17. Jh. in der sog. Tulpomanie. Immer neue Züchtungen
kamen auf den Markt, die Preise stiegen ins Unermessliche. Der Handel mit Tulpen und die Tulpenzucht wurden zum Spekulationsgeschäft, die Pflanze selbst zum Investitionsobjekt, das zeitweise wertvoller als Gold und Diamanten war. Eine Tulpe der Sorte “Semper Augustus“ wurde für 4 600 Gulden einschließlich einer neuen Kutsche mit zwei Apfelschimmeln verkauft, andere waren so viel wert wie ein Haus in Amsterdam. Bevor man durch gesetzliche Verordnungen diesen Missbrauch beenden konnte, brach der Markt zusammen, und zahlreiche Spekulanten waren ruiniert. Dennoch blieb die Tulpe noch längere Zeit ein begehrter Modeartikel. Holland entwickelte sich zum Zentrum von Tulpenzucht und -handel, der von hier aus weltweit betrieben wurde. Daher galt ab dem 19. Jh. die Tulpe gleichsam als Symbol der Niederlande.

Die Entdeckung des Kaffees durch die Araber

Aus Äthiopien, wo der wild wachsende
Kaffeestrauch seinen Ursprung hatte, brachten arabische Händler den Kaffee zwischen dem 11. und 14. Jh. in den Jemen. Die Jemeniten kultivierten die Pflanze und belieferten über die Hafenstadt Mocha (al-Mukha) bald die gesamte arabische Welt mit Kaffeebohnen. "kahwa", das “berauschende Getränk“, avancierte schnell zum beliebten Volksgetränk. Wie man auf die Idee kam, aus den gerösteten Kernen der Kaffeefrucht ein Getränk herzustellen, bleibt allerdings ein Rätsel. Wahrscheinlich waren es jemenitische Sufimönche, die im 15. Jh. der anregenden Wirkung des Kaffees auf die Spur kamen. Der Sage nach beobachteten sie, wie ihre Ziegen Blätter und Früchte des ihnen bis dato unbekannten Kaffeestrauches
fraßen und daraufhin von Unruhe und Schlaflosigkeit befallen wurden. Als die Mönche aus den Kaffeefrüchten einen Aufguss bereiteten und ihn tranken, stellten sie die gleiche Wirkung an sich selbst fest. Sie schätzen das Gebräu als “Wachmacher“, der sie für die nächtlichen Exerzitien und Gebete stärkte. Eine weitere Legende brachte den Ursprung des Kaffees mit dem Propheten Muhammad in Zusammenhang. Als dieser ohne Aussicht auf Genesung schwer erkrankte, soll ihm der Erzengel Gabriel eine Schale Kaffee gebracht haben. Nachdem Muhammad gekostet hatte, sei er sofort gesund geworden.

Kaffee im Osmanischen Reich

Eine Art Kaffeekultur entwickelte sich vor allem im Osmanischen Reich. Die Osmanen lernten den Kaffee spätestens 1536 kennen, nachdem sie den Jemen erobert hatten. In der Folgezeit kontrollierten sie den gesamten Kaffeehandel, der aufgrund der Ein- und Ausfuhrsteuern sowie des bestehenden Monopols ein lukratives Geschäft darstellte. 1554 eröffneten dann in Istanbul die ersten Kaffeehäuser (kahwekhane). Hier fand sich ein bunt gemischtes Publikum zusammen, Reisende und Kaufleute ebenso wie Derwische oder Hofbeamte. Volkssänger, Musikanten und Schattentheaterspieler unterhielten die Gäste. Da die Kaffeestuben außerdem zum Treffpunkt für Intellektuelle wurden, verlieh ihnen der Volksmund den Spitznamen “Schulen der Erkenntnis“. Doch stritten sich die Religionsgelehrten, ob der Kaffee den Vorschriften des Korans entspräche und wetterten gegen den öffentlichen Kaffeegenuss. In den Cafés sahen sie Orte der Verschwörung und Sittenlosigkeit und behaupteten, in ein Kaffeelokal zu gehen, sei eine noch größere Sünde als eine Weinstube aufzusuchen. Schließlich erließen sie sogar ein Rechtsgutachten (fetwa), das den Kaffee für verboten erklärte. Auch die weltliche Obrigkeit verfügte in Person Sultan Murats IV. (reg. 1634-1540) im Jahre 1633 ein absolutes Kaffeeverbot. Zudem ließ er sämtliche Kaffeehäuser abreißen und
sprach sogar Todesurteile gegen die Kaffeetrinker aus. Sein Nachfolger Mehmet IV. nahm diese Erlasse allerdings wieder zurück. Entgegen aller Widerstände und Anfeindungen war der Kaffee Anfang des 17. Jh. im gesamten Osmanischen Reich in allen Gesellschaftsschichten ein beliebtes Alltagsgetränk. Man trank ihn vorzugsweise Zuhause, nach der Mahlzeit oder zur Begrüßung eines Gastes. Vor allem die in der Abgeschlossenheit ihres Heims lebenden Frauen schienen großen Gefallen am Kaffee zu finden. Blieben beispielsweise die für den Harem bestellten Kaffeesendungen aus, konnten die Frauen das vor dem Kadi als Scheidungsgrund geltend machen. Auch im höfischen Zeremoniell soll der Kaffee eine Rolle gespielt haben. Bot man einem ausländischen Botschafter während der Audienz an der Hohen Pforte keinen Kaffee an, signalisierte die osmanische Regierung damit, dass man seinem Heimatland nicht geneigt gegenüberstand. Im Orient mischte man für die Zubereitung des Kaffees das zerstoßene Kaffeepulver mit Wasser und kochte es in speziellen Kaffeekännchen mehrfach auf, um es dann ohne Sieb oder Filter einzuschenken. Die Osmanen süßten den Kaffee oft mit Honig oder parfümierten ihn mit verschiedenen Aromastoffen. Auch Opium nahm man zu sich, indem man es in Kaffee auflöste.

"Khawa" - Die Karriere eines arabischen Getränks in Europa

Im 15. Jh. gelangte die Kunde vom Kaffee zunächst durch Reisende nach Europa. Der früheste diesbezügliche Vermerk stammte vom Augsburger Arzt und Botaniker Leonhart Rauwolf, der 1573-1576 den Orient bereiste und vermerkte, im Orient wäre “chaube“ ein “güt getränk“. Im Verlauf des 17. Jh. kamen die ersten Kaffeebohnen nach Europa. Die Österreicher machten wahrscheinlich im Zusammenhang mit den Türkenkriegen und der daraus entstehenden Diplomatie intensive Bekanntschaft mit dem "Türkentrank". Kriegsgefangene erzählten vom “heißen schwarzen Wasser“, das die Osmanen tagtäglich tranken. Und 1582 beobachteten die habsburgischen Gesandten in Konstantinopel beim Umzug der Zünfte den Wagen der Kaffeesieder und vermerkten, der ihnen bislang unbekannte “schwarzte warme Tranck“, diente zur “Verdäuung der Speisen“ wie zur “Verhinderung des Schlaafs und Traurigkeit“. Der berühmte Bologneser Gelehrte und Militärhistoriker Graf Luigi Ferdinando Marsigli (1658-1730) musste als Kriegsgefangener der Türken Sklavendienste als Kaffeekoch verrichten. Nach seiner Befreiung verfasste er 1685 eine Abhandlung über den Kaffee (“Bevanda Asiatica“), die auch eine Anleitung zu dessen Zubereitung sowie ein Rezept zum Kaffeerösten enthielt. Nachweislich ins Reich der Legende hingegen gehört die bekannte Erzählung, welche die Einführung des Kaffees in Wien dem österreichischen Kundschafter Georg Franz Kolschitzky zuschreibt. Dem Boten war es während der Belagerung Wiens 1683 gelungen, die feindlichen Linien zu umgehen und Nachrichten zwischen der Stadt und dem Entsatzheer zu übermitteln. Als Lohn für seine Heldentat, so heißt es, habe ihm der Magistrat erlaubt, ein Kaffeehaus zu eröffnen. Dazu habe er sich die Kaffeebohnen erbeten, welche die besiegten Osmanen in großen Mengen im Lager zurückgelassen hatten und die die Wiener für Kamelfutter hielten. In Wahrheit war es der Armenier Johannes Diodato, der als Belohnung für seine Kundschafterdienste 1685 das Privileg erhielt, in Wien “solches orientalisches Getränkh auf 20 Jahr allein zu verkauffen“. Sein Landsmann Isaak de Luca eröffnete dann 1697 das erste bürgerliche Kaffeehaus in Wien. In die übrigen Länder Europas fand der Kaffee seinen Weg zu Beginn des 17. Jh. als Handelsgut. Den ersten Kaffeehäusern in den Handelsstädten Venedig (1645), London (1652) und Marseille (1659) folgten solche in anderen Metropolen, 1663 in Amsterdam und Den Haag, 1675 in Paris, 1679 in Hamburg. Zeitweise Bestrebungen die Cafés, beliebte Begegnungsstätten, in denen man auch über Politik und Gesellschaft diskutierte, als potentielle Unruheherde zu verbieten, blieben erfolglos. Auch die Kirche agitierte anfangs gegen den Kaffee. Der Klerus behauptete, dieser sei ein Trank des Satans. Papst Clemens VIII. (1592-1605) wurde aufgefordert, den Kaffee mit dem Kirchenbann zu belegen. Doch stattdessen erklärte der Pontifex, der selbst kaffeebegeistert war, diesen zum “christlichen Getränke“. So machte der Kaffee Karriere, zunächst in den Salons der feinen Gesellschaft, dann als Konsumgut für alle Bevölkerungsschichten. Da die Europäer den Trank ohne Satz genießen wollten, erfanden sie die Methode des Kaffeefilterns. Doch noch im 18. Jh. rankten sich kuriose Ereignisse um den Kaffee. König Gustav III.
von Schweden (1746-1792) war überzeugt, der Kaffee sei giftig. Daher setzte er einmal als Todesstrafe für einen Mörder fest, er solle jeden Tag eine Tasse Kaffee trinken, bis er davon gestorben sei. In einigen Ländern, z.B. Preußen, verbot man ihn den Untertanen um das einheimische Braugewerbe zu fördern, so dass er zu einem dem Adel vorbehaltenen Luxusartikel wurde. Doch der Siegeszug des Kaffees war nicht mehr aufzuhalten, als es den Holländern zu Beginn des 18. Jh. erstmals gelang, das jemenitische Kaffeemonopol zu brechen und das Ausfuhrverbot für Kaffeepflanzen zu umgehen. Sie schmuggelten ein Exemplar nach Amsterdam und züchteten in den dortigen Gewächshäusern weitere Schösslinge, die allerdings eine Rarität blieben. 1714 schenkten sie eines der wertvollen Kaffeebäumchen dem Sonnenkönig Ludwig XIV. (reg. 1643-1715), der es im Pariser Jardin Royal einpflanzen ließ. Schließlich gelang es beiden Ländern, Kaffeesetzlinge in den Plantagen ihrer überseeischen Kolonien zu kultivieren, und von hier aus verbreitete sich die Kaffeepflanze über die ganze Welt.

Kaffee oder Tee?

Kaffee oder Tee?


Die Meinung, dass in Deutschland eher Kaffee als Tee getrunken wird, bestätigte die Studie „GfK Sortimentskaufkraft 2011“ der GfK Geomarketing GmbH in Bruchsal. Demnach stehen den Deutschen im Schnitt über 60 Euro für Kaffee im Jahr zur Verfügung – das ist fast sechs Mal mehr als für Tee. Die größten Kaffeetrinker sind in den neuen Bundesländern angesiedelt: Sie weisen fast alle überdurchschnittliche pro Kopf Ausgabepotenziale aus. Spitzenreiter ist Brandenburg, wo die Kaufkraft für Kaffee gut elf Prozent über dem Bundesdurchschnitt liegt. Allein Berlin nimmt eine Sonderstellung ein: Während hier genau so viel Potenzial für Kaffee wie im Bundesdurchschnitt vorhanden ist, geben die Berliner fast 5 Prozent mehr als der Durchschnitt für Tee aus. Die weiteren Stadtstaaten kennzeichnen bezüglich dieser Sortimente aber auch Besonderheiten: Die Bremer Ausgabebereitschaft für Kaffee ist im Ländervergleich am niedrigsten, dagegen sind die Hamburger in Sachen Tee am ausgabefreudigsten – dort liegt die pro Kopf Kaufkraft für Tee um 14 Prozent höher als im Bundesdurchschnitt.


четверг, 18 декабря 2014 г.

Black Tulip

Von der Jagd nach der schwarzen Tulpe


Wäre es nicht spannend, einmal einen Garten anzulegen, in dem weiße und schwarze Blumen miteinander ein aufregendes Duett eingehen? Doch Pflanzen mit wirklich schwarzen Blüten gibt es im Pflanzenreich – abgesehen von der Blume des Todes (Lisianthus nigrescens) - kaum. Und so hat die Suche nach schwarzblütigen Pflanzen die Phantasie der Menschen und den Eifer von Züchtern und Botanikern schon seit Jahrhunderten beflügelt. Auch die Tulpenzüchter haben sich bislang erfolglos daran versucht, schwarze Zwiebeln auf den Markt zu bringen. Und das nicht erst in jüngster Zeit! Schon in den Zeiten der „Tulpomanie“, als Tulpenfanatiker ihr eigenes Haus verkauften, um nur an eine einzelne, besondere Zwiebel zu gelangen, war man auf der Suche nach „der kleinen Schwarzen“. Der französische Schriftsteller Alexandre Dumas der Ältere widmete dieser Jagd 1850 gar einen eigenen Roman mit Namen „Die Schwarze Tulpe“.  Er spielt im niederländischen Haarlem des Jahres 1672, einer Zeit politischer Unruhen: Die Tulpengesellschaft hat ein enormes Preisgeld von 100.000 Gulden ausgelobt, das dem zufallen soll, dem es gelingt, eine wirklich schwarze Tulpe zu züchten. Natürlich entspinnt sich ein regelrechter Wettbewerb
unter den Tulpenzüchtern des Landes, wem dies wohl als erstes glücken wird. Als der junge Züchter Cornelius van Baerle kurz davor steht, die erste schwarze Tulpe auf den Markt zu bringen, wird er als vermeintlicher politischer Aufrührer angeklagt und muss ins Gefängnis. Doch Hilfe naht schon in Gestalt der schönen Rosa, der Tochter des Kerkermeisters. Wie die Geschichte ausgeht, sei an dieser Stelle nicht verraten - lesen Sie diese spannende Geschichte in einer schönen Ecke Ihres Gartens lieber selbst!Nur so viel sei verraten – eine wirklich schwarze Tulpe hat bislang kein Züchter zuwege gebracht, lediglich tiefrote oder dunkelviolette Tulpen, die dem Schwarzen nahe kommen, kennt man schon seit langem. Einige davon - wie die einfache späte „Queen of Night“ („Königin der Nacht“) und die zart duftende Papageientulpe „Black Parrot“  - werden bis heute gezüchtet. Modernere Sorten wie die mittelfrühe Triumphtulpe „Havran“ und „Blackjack“, eine Kreuzung aus „Queen of Night“ und  „Abra“,  sind später hinzugestoßen. Als päonienblütige Vertreterin tritt die gefüllte späte Tulpe „Black Hero“ als gefüllte Variante der „Queen of Night“ auf den Plan. Farbverwandt mit der „Königin der Nacht“, aber etwas niedriger und früher blühend als diese, präsentiert sich schließlich die Sorte „Schwarze Perle“. Ein ganz besonderer Reiz im Garten ergibt sich, wenn man
diese „fast“ schwarzen Tulpensorten mit weißen kombiniert. Als gute Pflanzpartner lassen sich zu den dunklen Tulpen weiße Vertreter wie „White Triumphator“,  die Triumph-Tulpe „Shirley“ oder die gefüllte „Mount Tacoma“ auf wunderbare Weise ergänzen. Und wer von der schwarzen Tulpe immer noch nicht genug hat, dem sei eine Reise ins niederländische Lisse empfohlen! Dort stößt man auf ein Museum mit dem Namen „De Zwarte Tulp“ (Die Schwarze Tulpe), das sich ganz der Tulpe verschrieben hat und die Geschichte der Blumenzwiebelkultur anschaulich macht. Zum guten Schluss sei noch ein Exkurs ins Gebiet der „Blumensprache“ erlaubt. Dort steht die schwarze Tulpe für Leidenschaft und Sinnlichkeit, während die weiße Tulpe unendliche, immerwährende Liebe verkörpern soll. Möge beides im Garten Einzug halten!

среда, 17 декабря 2014 г.

Mars

Marsrover misst überraschende Methan-Schwankungen

Der Marsrover «Curiosity» hat überraschend starke Schwankungen der Methan-Konzentration auf dem Roten Planeten gemessen. 

Der von dem Forschungsroboter registrierte Methananteil in der Marsatmosphäre schnelle kurzzeitig bis zum Zehnfachen in die Höhe, berichten Forscher um Christopher Webster vom Jet Propulsion Laboratory der US-Raumfahrtbehörde Nasa im Fachblatt «Science». Dies lege nahe, dass es in der Nähe des Messplatzes eine unbekannte Methanquelle gebe. Das Gas Methan ist auf der Erde meist biologischen Ursprungs. Es kann insbesondere auf dem Mars jedoch auch auf andere Weise entstehen, etwa durch den Abbau von Staub und organischem Material, das mit Kometen auf den Roten Planeten geregnet ist. Das Team um Webster hatte den Methangehalt in der Marsatmosphäre in der Nähe des Gale-Kraters untersucht und festgestellt, dass er nur etwa halb so hoch liegt wie aus den bekannten Prozessen erwartet. In den 20 Monaten Messdaten von «Curiosity» schnellte die Methan-Konzentration jedoch kurzzeitig für etwa 60 Marstage bis zum Zehnfachen in die Höhe. Das ist überraschend, weil das Gas eine Lebensdauer von etwa 300 Jahren in der Atmosphäre habe. Daraus schließen die Wissenschaftler, dass sich in der Nähe von «Curiosity» eine Methanquelle befinde, an der das Gas produziert oder ausgestoßen werde und sich dann rasch in der Umgebung verteile. Welcher Art diese Quelle ist, wissen die Forscher nicht. Direkte Hinweise auf biologische Aktivität haben sie nicht gefunden. Der Kleinwagen-große Roboter hat auf dem Roten Planeten bereits mehrere Kilometer zurückgelegt und zahlreiche wissenschaftliche Daten und Fotos zur Erde geschickt. Er überstand während seiner Mission schon Stürme, Computerpannen und Kurzschlüsse.

Russlanddeutsche

Schwäbisch hall

Das Christkind ist ein Mädchen

In russischsprachigen Ländern wird Weihnachten in der Nacht vom 7. Zum 8. Januar gefeiert. Aber viele russlanddeutsche, die in Deutschland leben, feiern am 24. Dezember. Trotzdem pflegen sie eigene Traditionen.
                                           Foto: Ufuk Arslan
Zum Feiern gehören festliche Speisen. Wer die russische Küche mag, kann sich zum Beispiel im Hessentaler Laden "Kalinka" die Zutaten besorgen - und dabei Leute aus verschiedenen Ländern treffen. Die meisten Kunden sind Aussiedler aus Kasachstan, die in den 90er-Jahren die Möglichkeit hatten, nach Deutschland zu ziehen, weil ihre Vorfahren Hiesige waren. Sie gehen zu "Kalinka", um zum Beispiel Pelmeni, das sind Teigtaschen mit Hackfleischfüllung, oder die russische Schokolade "Alyonka" zu bekommen. Man hat fast den Eindruck, dass man in Russland sei, wenn man im Laden steht. Fast alle unterhalten sich auf Russisch. Olga (die Gesprächspartner wollen ihre Familiennamen nicht in der Zeitung lesen) kommt aus Tadschikistan und ist vor 20 Jahren nach Deutschland gezogen. Heute arbeitet sie in der Fleischabteilung des Geschäfts. "Was mir als Erstes einfällt, ist, dass sich in der Weihnachtszeit viele russische Frauen ihre Zukunft mithilfe von Kartenlegen und Kaffeesatz voraussagen lassen. Auch ich habe das gemacht", sagt Olga. "Hätten wir viel Geld, würden wir das ganze Jahr lang Weihnachten feiern", meint Arthur, der seit 1997 mit Ehefrau Galina in Hessental lebt. "Unsere Kinder mögen es, im Schnee zu spielen", sagt Galina. Ekaterina aus Pawlodar im Norden Kasachstans erzählt, dass sie einfach im Familienkreis zusammensitzen und sich darüber unterhalten, was ihnen auf dem Herzen liegt. "Meine Mutter ist in dieser Zeit gern bei uns. Sie bereitet für uns Kholodec, einen Strudel mit Kohl und Geflügel, sowie einen russischen Salat namens Olivje zu", sagt Ekaterina. "Eine wichtige Rolle spielt für uns in der Weihnachtszeit Enthaltsamkeit in allen Lebensbereichen. Man sollte nicht sündigen, nichts Böses tun und anderen verzeihen", erklärt Lilija, die vor 25 Jahren nach Schwäbisch Hall gezogen ist.Irina lebt seit 1994 in Hessental mit ihrer Familie. "Ich kann mich daran erinnern, dass beim Essen Nudelsuppe für uns eine große Bedeutung hatte. Außerdem haben wir uns als Christkind verkleidet. Das ist bei uns ein Mädchen, das sich als Enkelin des Weihnachtsmanns vorstellt." Irinas Großvater sei sehr religiös gewesen und habe in der Vorweihnachtszeit aus der Bibel vorgelesen. Die Großmutter backte vor dem Fest Kuchen und Kekse. Sie konnte sogar selbst Butter machen. Schon im Herbst habe man sich auf Weihnachten vorbereitet. "Der Speck wurde rechtzeitig geräuchert, und Gurken sowie Tomaten wurden meistens von unseren Großeltern eingelegt", sagt Irina und fügt hinzu: "Mir gefällt es, wie man hier in Deutschland Weihnachten feiert. Es werden viele Gebäude mit bunten Lichtern verziert. Die Straßen strahlen Weihnachtsstimmung aus. Ich beginne, den Moment zu genießen."
·         Zusatzinfo

Die Geschichte der wolgadeutschen Aussiedler

Deportation Nach dem Beginn des Zweiten Weltkriegs wurden die Russlanddeutschen innerhalb weniger Wochen aus den europäischen Teilen der Sowjetunion nach Osten deportiert. Dies geschah entsprechend dem Erlass des Obersten Sowjets, dem Legislativorgan der UDSSR, vom 28. August 1941. Die Deportierten wurden vorwiegend nach Sibirien, Kasachstan und an den Ural gebracht. Die Sowjetunion wollte mit der Umsiedlung eine weitreichende Kollaboration der Russlanddeutschen mit Nazi-Deutschland verhindern. Aus diesem Grund wird der Bevölkerung mit deutscher Herkunft die deutsche Staatsangehörigkeit gewährt. Die meisten Menschen, die aus diesen Gebieten und Kreisen kommen, ziehen infolgedessen nach Deutschland.

Die Sowjetunion wollte sie vollständig zu zerstören, weil sie Deutsche waren.

Rezept

Kartoffelsalat-Gemüsesalat -vegetarisch

Zutaten:

300 g - Kartoffeln geschält frisch
gegart
0.5 - Zwiebel
100 g - Blumenkohl
10 - Schoten
2 - Tomaten
3 - Gewürzgurken
1 - Knoblauchzehe eingélegt
1 TL - Gemüsebrühe
100 ml - Wasser
Gurke, evtl. ein gekochtes
Ei
Salz, Pfeffer, Zucker, 1TL
Senf
1 EL - Öl
2 EL - Gurkenwasser
1 EL - Essig
Petersilie, Dill,
Schnittlauch

Zubereitung:

Die Kartoffeln mit dem Blumenkohl gar kochen, klein schneiden und in einer Schüssel abkühlen lassen. In einem Topf das Öl erhitzen, gehackte Zwiebeln und Knoblauch darin andünsten. Gemüsebrühe mit Wasser verrühren, Zwiebeln ablöschen. Essig, Gurkenwasser, Senf, evtl etwas Apfelsaft hinzufügen. Mit Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken. Tomaten und Gurken klein schneiden, zu den Kartoffeln geben. Erbsen aus den Schoten holen und ebenfalls hinzufügen. Mit dem "Dressing" vermischen und abschmecken (mit Zucker, Pfeffer und Salz). Zum Schluss die gehackten Kräuter hinzufügen. Im Kühlschrank etwa 2 Stunden ziehen lassen, danach evtl. nochmal abschmecken.

                                                     GUTEN APPETIT!

вторник, 16 декабря 2014 г.

Rezept

Omas beste Frikadellen

Zutaten:

500 g - Hackfleisch (halb und halb)
1 - Zwiebel(n)
1 - Brötchen
1 - Ei(er)
1 TL - Salz
1 TL - Senf
1 TL, - gestr. Majoran, getrocknet
1 TL - Paprikapulver
 viel     Pfeffer, aus der Mühle
2 TL - Petersilie, getrocknet
n. B. - Knoblauch
1 TL - Maggi
 Margarine, zum Braten
 evtl.    Mehl, oder Semmelbrösel

Zubereitung:

Brötchen in Wasser einweichen. Die Zwiebel schälen und in feine Würfel schneiden. Wer möchte, kann die Zwiebel auch kurz in Butter glasig dünsten (ich bevorzuge die rohe Zwiebelstückchen-Variante). Das Ei, die Zwiebel und die Gewürze zur Hackmasse geben und sehr gut!!! vermengen, entweder mit einem großen Löffel oder mit den Händen. NICHT mit dem Mixer arbeiten, dabei werden die Frikadellen oft zäh!  Die Brötchenmasse sehr gut ausdrücken,(entweder wieder mit den Händen, oder auch zwischen zwei Brettchen) zur Hackmasse geben und wieder gut vermengen. Bis hierhin sollten diese Arbeitsschritte wenigstens 10 - 15 Minuten dauern, denn je ordentlicher vermengt und geknetet wird, umso besser und lockerer das Ergebnis! Wer die rohe Masse abschmecken kann, sollte das jetzt noch mal tun, oder eine Probe braten!  Jetzt gleichmäßige, NICHT zu kleine Bällchen/Klöße/Klopse formen und auf einer bemehlten Arbeitsfläche flachdrücken und glätten. Wer möchte, kann in Mehl oder Semmelbrösel wenden. Oma und ich braten sie "ohne alles"! Eine schwere Pfanne mit guter Margarine stark erhitzen und die Frikadellen einlegen, KURZ auf beiden Seiten scharf anbraten und dann ca.15 - 20 Minuten (1 - 2mal vorsichtig wenden) auf mittlerer/schwacher Hitze fertig braten. Nicht zu viele Frikadellen "auf einmal" in einer Pfanne braten, eher eine zweite benutzen oder nacheinander braten! Dazu passt z. B. Kartoffelsalat

                                                    Guten Appetit!